Presse

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… „Ulla Geiger lässt ihren Protagonisten mit einer Kamerafrau und einer brillant-peinlichen Selbstbespiegelung in ihrem Film alleine – sehr zum Ergötzen des Publikums. Hin- und hergerissen zwischen Sympathie und Verachtung taucht der Betrachter tief in die Seele des Protagonisten ein und entdeckt, zu seinem schaurig-schönen Entsetzen, dadurch auch die eine oder andere Seite des eigenen Egos, lautete die Begründung der Jury.“

… „Ulla Geiger ist eine wunderbare kleine Geschichte gelungen, die ebenso menschlich wie humorvoll, satirisch und ehrlich ist – ebenso wie seine Produzentin und Regisseurin.“

Augsburger Allgemeine zum Ellinor Holland Preis – Verfasserin: Alexandra Lutzenberger 12.4.2018

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„… Doch schon am Freitag hatte es beim Ball der Filmemacher einen Sieger der Herzen gegeben. Die Schauspielerin Ulla Geiger kam erst mit über 60 Jahren zum Filmemachen und hatte außer Konkurrenz ihren Film „Wir drehen keinen Film“ mitgebracht. Und den präsentierte sie auf der Bühne des Stadttheaters so witzig und liebenswert, dass sie an diesem Abend zum Liebling der Besucher wurde. Sie erfüllte sich mit dem Film einen Lebenstraum – ihr Film ist witzig, anders und total indie. Der Inhalt: Kurt, 35, Schauspieler, eckt immer wieder an und engagiert deshalb eine Kamerafrau, die ihn nun in allen Lebenssituationen filmt. Der Film wird in der Landsberger Kunstnacht bei der Ellinor Holland Kunstpreisverleihung im September nochmals zu sehen sein.“

Augsburger Allgemeine zum Snowdance Festival 2018 – Verfasserin: Alexandra Lutzenberger Februar 2018

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… „Ungewöhnlich ist in der Tat der dem Genre „Mockumentary“ zugeordnete Film. Ein fiktionaler Dokumentarfilm, der das Genre parodiert. Durch die streng subjektive Kameraführung und den Off-Ton der Kamerafrau wird eine scheinbar reale Geschichte vorgegaukelt. Das englische „to mock“ bedeutet „vortäuschen, verspotten“, dazu kommt „documentary“ für „Dokumentarfilm“ …

… „Vieles an Ulla Geiger ist ungewöhnlich, allerdings erst auf den zweiten Blick. Die sehr kleine, sehr zierliche Dame mit der interessanten Kopfbedeckung kommt zunächst sehr spröde daher, dann durchaus bestimmt, auch nachdenklich, und es dauert eine Weile, bevor man ihren feinen, hintergründigen Humor entdeckt. Ähnlich geht es auch im Film. Das anfänglich gewollt Amateurhafte entwickelt einen sehr eigenen Sog, mit Anlehnungen an die klassische Tragikkomödie, mit Humor und gelegentlichem Tiefgang, mit überspitzten Klischees und Anspielungen.

Gerade die männliche Hauptrolle (hervorragend, weil wunderbar ambivalent gespielt von Michael Ransburg) bietet dem Zuschauer unterschiedliche Projektionsflächen. Verwöhntes Muttersöhnchen, das ein Leben lang unter den hohen Erwartungen der Mutter leidet. Partnerersatz für den früh verschwundenen Vater. Egozentrisch, narzisstisch, bindungsunfähig. Und doch voller Elan, guter Laune und Willen.“

Augsburger Allgemeine – Verfasserin Silke Feltes 15.9.2018

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